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Die Geschichte - Fussballspielen trotz Blindheit

Der Grundstein für die Geschichte des deutschen Blindenfußballs wurde im Grunde im Mai 2006 in Berlin gelegt. Vom 26. bis 27. Mai 2006 fand dort der vom Deutschen Blinden- und Sehbehindertenverband (DBSV) und vom Sozialverband Deutschland (SoVD) organisierte „International Blind Challenge Cup“ statt. Teilnehmende Länder waren England, Frankreich, Brasilien und Spanien.

Fußballspielen trotz Blindheit? Ohne sehen zu können Fußballspielen, ist das möglich? Diese Frage stellt sich wahrscheinlich erst einmal jeder der davon hört. Wie soll das funktionieren? Und vor allem ist das nicht viel zu gefährlich?
Eins nach dem anderen. Zunächst einmal, ja Blindenfußball ist möglich und wird in Ländern wie Brasilien und England schon seit vielen Jahren sehr erfolgreich betrieben. Warum der Blindenfußball in Deutschland erst seit einem Jahr angekommen ist bleibt nach wie vor ein Rätsel.

Wie wird das Ganze eigentlich gespielt? Eine Mannschaft besteht normalerweise aus 4 Vollblinden Feldspielern und einem Sehbehinderten oder Sehenden Torwart. Spielgerät ist ein Fußball, der mit Rasseln gefüllt ist, damit ihn die Spieler hören können. Weiterhin benötigt man neben dem Trainer auch sogenannte Guids, deren Aufgabe es ist den Spielern Anweisungen zu geben. So befindet sich während des Spiels ein Guid hinter dem gegnerischen Tor und einer auf Höhe der Mittellinie. Wichtig dabei ist, dass die Anweisungen klar und präzise geäußert werden. Die Spieler benötigen einen guten Orientierungssinn und viel Gefühl im Umgang mit dem Ball. Geführt wird der Ball zwischen den beiden Fußinnenseiten um ihn unter Kontrolle halten zu können. Sobald sich ein Abwehrspieler dem Ballführenden nähert und versucht den Ball zu erobern muss er das Signalwort „Voi“ rufen, damit es zu keinen Unfällen kommt. Zur Orientierung dienen vier Banden. Die Kommunikation unter den Spieler einer Mannschaft ist spielentscheidend. Das Spiel ist sehr dynamisch und körperbetont, wenn es aber richtig gespielt wird nicht gefährlicher als jede andere Sportart auch.

Unsere Studie mit dem Blindenball

Diese fantastische Idee hat mich so in den Bann gezogen, dass ich der Meinung bin, das dieser Ball auch für sehende Fußballer ein „must have“ ist. Denn wie wir wissen, haben Sehbehinderte ein besseres Hörorgan als Sehende. Und dies hat mich dazu gebracht eine Studie an sehenden Fußballern und Torhütern ins Leben zu rufen. Trainiert wird Schnelligkeit, Konzentration ,aber vor Allem werden die Sinne hochgradig sensibilisiert.

Zielsetzung : Antizipationsfähigkeiten verbessern, Aktions-und Reaktionzeiten extrem zu optimieren. http://de.wikipedia.org/wiki/Antizipation

Diese Arbeit verlangt auch dem Mentaltrainer Alles ab. Er muss Konzentrationsgrenzen sehr genau erkennen und die Trainingseinheiten sehr genau dosieren. Nach unserer bisherigen Erfahrung sollten nur ganz erfahrene Mentaltrainer diese Arbeit mit höchster Gewissenhaftigkeit durchführen. Wir gehen  mit sehr exakter Methodik an diese Arbeit heran und wir sind nach den ersten, gut gelungenen Trainingsblöcken sehr zuversichtlich einen weiteren wesentlichen Beitrag zur Leistungssteigerung im Fußball zu schaffen.

Die Ergebnisse werden wir aufbereiten, zusammen fassen und ein durchgehendes Spezialtrainingsprogramm entwickeln. Wir rechnen im Moment mit einer 3-4 monatigen Entwicklungszeit,wir werden Sie weiter über die Fortschritte unterrichten.

Derzeit testen wir den Blindenball an 4 Mannschaften in Österreich aus, sehen Sie hier Trainingsvideos vom SK Puntigamer Sturm , SV Bad Aussee, SV Gralla und vom FC Mooskirchen.

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